Die Geschichte vom richtigen Geschenk

Die Geschichte vom richtigen Geschenk

Foto: www.wohnidee.wunderweib.de

Ich weiß, ihr habt lange darauf gewartet und es wird ja auch höchste Zeit, denn Weihnachten steht vor der Tür und selbst für diejenigen unter euch, die ihr eure Geschenke gerne im letzten Moment kauft, wird die Zeit langsam knapp.

Ohne Frage könnt ihr das Geld für vermeintlich schöne Dinge und Kinkerlitzchen die kein Mensch braucht ausgeben, aber viel schöner ist es doch, wenn der zu Beschenkende sich über etwas freuen kann was er wirklich braucht. Oder eben über eine Geste die ihm zeigt, dass ihr euch wirklich Gedanken gemacht habt.

Und da wir eh viel zu viel Geld zum Fenster raus schmeißen, obwohl es anderen schlecht geht, tut ihr sogar ganz nebenbei etwas Gutes, ohne es zu merken. Denn jedes unnütze Teil das nicht aus lauter Verzweiflung oder Langeweile gekauft wird, ist ein gutes Teil.

 

Und jetzt mal ehrlich, fast jeder von uns hat schon mal irgendeine Seife, ein Buch, eine CD oder einen „wirklich guten Wein“ bekommen.

 

Ja, genau… die teure Seife die in deinem Bad langsam eine pelzige Staubschicht bekommt – blöd, dass Seife so glitschig ist, wenn du sie abwäscht, um sie wieder dekorativ auf der Ablage zu platzieren.

 

Das Buch, das du zu den anderen Büchern stellst – wenn du die Jahreszahlen der jeweiligen Weihnacht auf den Buchrücken kritzelst, hast du bestimmt eine sehr eindrucksvolle und vor allem fortlaufende Sammlung.

 

Die CD?

Du: „Verdammt, wie kriege ich das Teil in den MP3-Player?“

 

Ich: „Stell sie einfach zu den anderen – du hast dir doch eh schon lange vorgenommen deine CD-Sammlung endlich mal auf dem PC zu sichern, wenn du mal mehr Zeit hast!“ ;-)

 

Ok, aber Wein geht immer – damit könnt ihr echt nichts verkehrt machen. Zu trocken, zu lieblich? Die guten Fassaromen? Unglaublich, dass in deutschen Haushalten unzählig viele Sammler und Kenner leben, die wissen, dass Staub auf der Weinflasche lediglich als Zeichen guten Stils und perfekter Lagerung zu verstehen ist und keine Aussage darüber trifft, ob man ihn einfach nicht mag.

 

Aber Spaß beiseite – ich habe versprochen, dass ich euch an dieser Stelle verrate wie ihr stilsicher das richtige Geschenk für einen Menschen findet der euch wichtig ist. Dazu tauschen wir jetzt einfach mal die Rollen und ich spreche dich jetzt persönlich an.

 

Stell dir vor dein Partner, jemand aus deiner Familie, ein guter Freund kommt mit leeren Händen auf dich zu. Lächelt dich an, nimmt dich in den Arm und wünscht dir ein Frohes Fest… und dann sagt dieser Mensch folgenden Satz zu dir:

 

„Hey, weißt du was? Ich mag dich sehr, ich möchte gerne Zeit mit dir verbringen, eine Kleinigkeit mit dir trinken, einen kleinen Snack genießen und danach ein wenig mit dir durch die Geschäfte bummeln – und wenn du etwas siehst das dir gefällt, möchte ich es dir gerne schenken!“

 

Ich hoffe, ich habe euch nicht zu viel versprochen. Versucht es einfach mal. Verschenkt ein liebes Kompliment, ein wenig Zeit und am Ende eine kleine Aufmerksamkeit, die dieser Mensch, der euch wichtig ist, immer mit diesem schönen Tag verbinden wird. Verschenkt Emotionen, denn die halten ein Leben lang und kommen nicht aus der Mode.

 

Autor: Michael Schütze © (Datum der Erstveröffentlichung 10. Dezember 2013)

 

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