10 Minuten für deine Achtsamkeit

10 Minuten für deine Achtsamkeit

Foto: www.gesundheitsstadt-berlin.de/

Du hast einen Wunsch den du schon seit einer halben Ewigkeit verwirklichen möchtest? Eine Idee die du in die Tat umsetzen willst? Oder du möchtest einfach nur öfter das tun was dein Herz dir sagt?

Dann habe ich hier eine Übung für dich, die dich deinen Zielen jeden Tag Stück für Stück näher bringt. Bitte sei dir vorher bewusst, dass alle guten Dinge ihre Zeit brauchen. Die süßesten Früchte reifen Wochen oder sogar Monate am Baum bevor sie wirklich schmackhaft sind. Die teuersten Weine oder Whiskey-Sorten lagern zum Teil Jahre in Fässern aus edlem Holz, bevor sie den Ansprüchen des Winzers oder des Brennmeisters genügen.

 

Schon aus der Schule weißt du, dass der Vokabeltest besser ausfällt je öfter und beständiger du Vokabeln übst. Vom Sport kennst du es auch - mit jeder Trainingseinheit wirst du besser.

 

Bei dir, deinen Ideen und Wünschen ist es ganz genauso. Mit jeder Minute die du dir Zeit für dich und deine Bedürfnisse nimmst, reifst du wie ein guter Wein. Für deine Ideen bekommst du regelmäßig gute Noten und dein lang gehegter Wunsch hängt wie eine saftige, rot leuchtende Kirsche vor dir am Baum.

 

Aber aller Anfang ist schwer, bevor du etwas änderst oder in die Tat umsetzt, ist es wichtig dich zu kennen und für den Anfang einfach nur wahrzunehmen wer du bist, wo du stehst und wie es dir damit geht. Nicht mehr und nicht weniger.

 

Nimm dir also jeden Tag nur ein paar Minuten Zeit für dich und übe achtsam mit dir zu sein. Sehr gut funktioniert es, wenn du die ersten Minuten nach dem Aufwachen und die letzten Minuten vor dem Schlafen dafür widmest. Vielleicht legst du dir einen Zettel auf den Nachttisch oder du lässt dir etwas anderes einfallen, um daran zu denken.

 

Tägliche Achtsamkeit

 

- Bleibe morgens einige Minuten ganz ruhig liegen, bevor du aufstehst. Am besten funktioniert es, wenn du deine Augen dabei öffnest, du kannst sie aber auch schließen, wenn für dich angenehmer ist. Nun rufst du dir folgenden Gedanken ins Bewusstsein:

 

„Ich bin wach. Ich spüre meinen Körper. Spüre meinen Atem, wie sich meine Lungen immer wieder mit frischer Luft füllen. Es geht mir gut. Heute erinner ich mich immer wieder daran allen Situationen und Erfahrungen mit Achtsamkeit zu begegnen. Heute passe ich ganz besonders gut auf mich auf!“

 

 

- Oder du setzt dich aufrecht auf dein Bett, auf die Bettkante oder an deinen persönlichen Lieblingsplatz. Du spürst die aufrechte Haltung deines Körpers und begrüßt deine ersten Gedanken. Gedanken an den neuen Tag oder Gedanken an die letzten Tage. Lass sie einfach zu und fühle in dich hinein, fühle wie es dir dabei geht. Nimm jedes deiner Gefühle zur Kenntnis, ohne etwas ändern zu wollen. Akzeptiere für diesen Moment deine Wahrnehmungen und sag zu dir selbst: Ich bin ok und so ist es jetzt.

 

 

- Und dann gehst du mit Achtsamkeit durch deinen Tag. Versuche ab und zu den Moment ganz bewusst wahrzunehmen. Ganz willkürlich – halte inne und nimm wahr was gerade passiert und versuch es für dich in Worte zu fassen. Du wirst merken, dass du mit jedem dieser Momente, jeder Erfahrung die du machst, ein Gefühl oder eine Empfindung in deinem Körper verbindest. Du läufst dem Bus hinterher und hast Angst davor ihn doch nicht zu bekommen oder du lässt es sein und stellst fest, dass du ihn locker hättest kriegen können. Du beißt in einen Schokoriegel, schmeckst die Schokolade auf deiner Zunge und es geht dir dabei richtig gut. Je intensiver du jeden dieser Eindrücke wahrnimmst, desto besser kannst du in Zukunft mit diesen Gefühlen umgehen.

 

 

- Am Ende deines Tages, vor dem Einschlafen machst du dir dann bewusst, wie achtsam du den Tag über mit dir selbst gewesen bist. Überlege dir in welchem Moment du besonders achtsam warst oder in welchem Moment du gerne achtsamer gewesen wärst. Wann an diesem Tag warst du wirklich einverstanden mit dir und deinem Umgang mit einer bestimmten Situation. Was hast du in diesem Moment gedacht, gefühlt und empfunden?

 

 

- Versuche dir jeden Tag drei Minuten am Morgen, drei Minuten am Abend und für den Anfang dreimal eine Minute am Tag, Zeit für deine Achtsamkeit zu nehmen. Achtsamkeit bedeutet, deine Gefühle und Empfindungen wahrzunehmen, sie einzuordnen und damit umzugehen. Nicht mehr und nicht weniger.

 

 

Autor: Michael Schütze © (Datum der Erstveröffentlichung 13. Dezember 2013)

 

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